Aufmaß für Zimmerei und Holzrahmenbau
Eine Aufmaßreferenz für Zimmerei und Holzrahmenbau, die erläutert, wie Wände, Decken und Dächer aus Holz und Leichtbaustahl ermittelt werden: die Bezugslinie, auf der eine Wand gemessen wird, wie Öffnungen behandelt werden, wie sich Ständer, Schwellen/Riegel, Balken und Sparren aus dem Achsabstand ableiten, wie Beplankungsflächen in Platten umgerechnet werden, und die jeweils maßgeblichen veröffentlichten Normen.
Das Aufmaß für Zimmerei und Holzrahmenbau erfasst das Tragwerk eines Gebäudes anhand der Grundrisse und Ansichten und leitet daraus das benötigte Schnittholz, die Platten und die Verbinder ab. Es umfasst die Gewerke der Bauleistungsbeschreibung Division 6 (Holz) und 5 (kaltgeformter Stahl). Der Holzrahmenbau ist überwiegend ein Ableitungsgewerk: Man erfasst eine kleine Zahl von Geometrien (Wandläufe, Decken- und Dachflächen, Giebeldreiecke), und nahezu alles, was kalkuliert wird, berechnet sich daraus. Ständer ergeben sich aus dem Achsabstand, Schwellen und Riegel aus dem Wandlauf, Beplankungsplatten aus der Fläche.
Zwei Dinge machen den Holzrahmenbau fehleranfällig, und dieser Leitfaden ist um sie herum aufgebaut. Erstens sind die gemessene Menge und die bestellte Menge unterschiedliche Einheiten derselben Geometrie: Ein Angebot weist die laufende Länge und die Beplankungsfläche aus, die Materialbestellung dagegen Brettfuß Schnittholz, ganze Platten und Stück Ständer oder Profilschiene. Zweitens behandeln die Längenachse und die Flächenachse Öffnungen in entgegengesetzter Richtung. Eine Öffnung verkürzt den Wandlauf nie, verringert aber die Beplankungsfläche und erhöht die Zahl der Rahmenteile. Dies ist eine Referenz zu Methode, Einheiten und veröffentlichten Normen, kein Kostenratgeber und keine Anleitung zur Angebotserstellung.
Die Bezugslinie: der Holzrahmenbau misst nicht bis zur Fertigoberfläche
Der häufigste Fehler bei der Wandlänge im Holzrahmenbau besteht darin, die Wand bis zur fertigen Trockenbau- oder Putzoberfläche zu nehmen, die die Ausbaugewerke verwenden. Die Rahmenlänge folgt stattdessen der Ständerlinie, und die nordamerikanische Zeichnungskonvention ist asymmetrisch. Außen- und tragende Wände werden auf die Außenkante des Ständers bezogen, an der Fundament, Randbalken und Beplankung fluchten. Innentrennwände werden auf der Achslinie gemessen, weil sich der Achsabstand sauber in eine Achslänge teilt und sich die Anschlüsse von selbst ausgleichen. Bei größeren Gewerbebauten werden Trennwände bisweilen stattdessen auf die Kante der Rahmenkonstruktion bemaßt. Die falsche Bezugslinie verzerrt den Wandlauf an jedem Ende um etwa eine halbe Ständerbreite und verschiebt jede abgeleitete Menge.
Diese Aufteilung ist etablierte nordamerikanische Layoutpraxis und keine veröffentlichte Regel; richten Sie sich daher nach der Kante, auf die der Plan ausdrücklich bemaßt. Nach RICS NRM2 löst sich die Frage auf: Work Section 16 misst Rahmenbauteile entlang ihrer Länge am angegebenen Querschnitt, und die Achslinie ist die praktische Kalkulationslinie.
Achslinienanschlüsse und der Abzug der halben Breite
Wenn ein Achslauf mit einer Wandbreite multipliziert wird, zählt die Achslinie an den Stellen, an denen Wände aufeinandertreffen, doppelt, und die Korrektur ist ein Standard der Mengenermittlungspraxis. Eine L-Ecke gleicht sich selbst aus: Das auf dem einen Schenkel doppelt gezählte Stück entspricht dem auf dem anderen weggelassenen Stück, sodass keine Anpassung nötig ist. Ein T-Anschluss oder eine Querwand zählt zu viel, deshalb zieht man an jedem Anschluss die halbe Wandbreite ab. Da eine einzelne Querwand zwei Anschlüsse bildet, fällt pro Querwand eine volle Breite weg. Die Netto-Achslänge ist die gesamte Achslänge minus der halben Breite mal der Anzahl der Anschlüsse.
Öffnungen: nie ein Längenabzug, immer ein Flächenabzug und ein Mengenzuschlag
Dies ist die Längen-gegen-Flächen-Asymmetrie im Holzrahmenbau, und es ist die Regel, an der man unbedingt festhalten muss. Schwellen, Riegel und Profilschienen laufen an jeder Öffnung durchgehend vorbei, und die Wand ober- und unterhalb einer Öffnung besteht weiterhin, sodass eine Öffnung nach keiner Methode vom laufenden Wandlauf abgezogen wird. RICS NRM2 und die nordamerikanische Praxis stimmen darin überein. Eine Öffnung bewirkt stattdessen, dass die Beplankungsfläche verringert und Rahmenteile hinzugefügt werden.
Die Beplankungsfläche wird verringert, aber nur bei großen Öffnungen, weil der Aufwand für den Zuschnitt um eine kleine Öffnung das eingesparte Material aufwiegt. Die nordamerikanische Plattenwerkstoffpraxis, übernommen aus der Trockenbaukonvention, ignoriert Öffnungen bis etwa zur Größe einer 4-mal-8-Platte (rund 32 Quadratfuß) und zieht alles Größere ab, sodass eine Standardtür von etwa 21 Quadratfuß im Maß bleibt. RICS NRM2 zieht Beplankungsaussparungen ab, die größer sind als der Flächenwerk-Schwellenwert von etwa 0,50 Quadratmetern. Der Wert von 1,00 Quadratmeter an anderer Stelle in dieser Normenlinie gehört zu den Abschnitten Plattenbekleidung, Verglasung und Abdichtung, nicht zur Holzbeplankung, und sollte hier nicht übernommen werden. Die deutsche VOB/C-Zimmerei (DIN 18334) ist ein eigenes Regelwerk: Für Holzarbeiten nach Volumen wird der volle Querschnitt ohne Abzug von Aussparungen gemessen.
Die Zahl der Rahmenteile steigt. Jede Öffnung fügt Vollständer (King Studs), Stützständer (Jack- bzw. Trimmer-Studs), einen Sturzbalken (oder, in Großbritannien und in metrischen Märkten, einen Sturz) sowie Wechselständer über dem Sturzbalken hinzu, bei Fenstern zusätzlich eine Brüstungsschwelle und Wechselständer darunter. Die Rollen der Bauteile sind im IRC anerkannt; die typische Anzahl von zwei Vollständern plus zwei Stützständern mit Sturzbalken und Wechselständern ist Rahmenbaukonvention.
Ständer, Schwellen/Riegel, Balken und Sparren: Anzahl aus dem Achsabstand
Die grundlegende Ableitung ist bei vertikaler und horizontaler Rahmenkonstruktion gleich: Die Bauteilanzahl ergibt sich aus dem Lauf geteilt durch den Achsabstand, plus eins, plus konventionsbedingten Zuschlägen. Der Achsabstand als Divisor ist in Normtabellen festgelegt; die Zuschläge sind Praxis.
Bei Ständern werden die Feldständer nach dem Achsabstand ermittelt, anschließend drei je Ecke, zwei je Trennwandanschluss, einer je Wandende und zwei Voll- plus zwei Stützständer je Öffnung hinzugefügt. Der Standardachsabstand beträgt nach den IRC- und IBC-Tabellen 16 Zoll (406 Millimeter); 24 Zoll (610 Millimeter) sind beim Advanced Framing zulässig. Die Ständerlänge entspricht nicht der nominellen Wandhöhe. Eine Standardwand von 8 Fuß verwendet einen vorgeschnittenen Ständer von 92 5/8 Zoll, sodass die Konstruktion mit einer 1 1/2 Zoll dicken unteren Schwelle und einer 3 Zoll dicken doppelten oberen Schwelle die Deckenlinie erreicht; Wände von 9 und 10 Fuß verwenden Ständer von 104 5/8 Zoll und 116 5/8 Zoll.
Das Schwellenholz entspricht der Wandlänge mal der Anzahl der Lagen: standardmäßig drei (eine untere Schwelle plus eine doppelte obere Schwelle) oder zwei mit einer einfachen oberen Schwelle beim Advanced Framing. Decken- und Geschossbalken folgen dem Ständerschema entlang des Deckenlaufs, zuzüglich Verdopplung unter parallelen Trennwänden, Verdopplung mit Wechseln und Stichbalken um Öffnungen sowie Randbalken am Umfang. Sparren werden als Dachlauf geteilt durch den Achsabstand plus einem je Dachfläche gezählt, doch muss die Länge die tatsächliche Schräglänge sein, nicht der horizontale Lauf. Die wahre Länge entspricht dem horizontalen Lauf mal dem Neigungsfaktor (der Quadratwurzel aus eins plus dem Quadrat von Steigung durch Lauf), zuzüglich Dachüberstand und einem Firstzuschlag. Grat- und Kehlsparren verwenden ihren eigenen längeren Neigungsfaktor.
In RICS-NRM2- und CIQS-Regionen erscheint diese Ableitung der Stückzahl nicht im Leistungsverzeichnis. Ständer, Balken und Sparren werden als Bauteile in laufenden Metern am angegebenen Querschnitt gemessen, und der Auftragnehmer ermittelt die Stückzahl. Die Achsabstandstabellen sind Norm; die Zuschläge und der Multiplikator von drei Schwellenlagen sind Konvention. Metrische Standardachsabstände (400 Millimeter in Großbritannien, 600 in Kontinentaleuropa, 450 in Australien und Neuseeland nach AS 1684) sind übliche Module und keine vorgeschriebenen Werte, da der Achsabstand spannweiten- und lastabhängig ist und aus der Zeichnung abgelesen wird.
Giebel- und Schrägwände: gestufte Ständer und Dreiecksfläche
Eine Giebel- oder Schrägwand hat Ständer, die vom kurzen Ende zur Spitze hin anwachsen, wobei jeder um die Steigung durch Lauf mal dem Achsabstand länger ist als der vorhergehende. Die Anzahl ist weiterhin der Lauf geteilt durch den Achsabstand, doch muss die Holzmenge die tatsächlich zunehmenden Längen aufsummieren, statt die Firsthöhe auf jeden Ständer anzuwenden. Eine gängige Abkürzung verwendet die mittlere Ständerlänge, etwa die halbe Firsthöhe, mal der Anzahl. Die Beplankungsfläche des Giebels ist die Dreiecksfläche: Grundseite mal Höhe geteilt durch zwei. Behandelt man einen Giebel als Rechteck mit Firsthöhe, bestellt man sowohl Ständer als auch Beplankung zu viel.
Beplankung: welche Flächen, dann Platten aus der Fläche
Bevor eine Fläche in Platten umgerechnet wird, ist festzulegen, welche Flächen beplankt werden, denn eine falsche Annahme zur Seitenzahl ist ein Fehler um den Faktor zwei. Außenwände werden in der Regel auf einer Seite beplankt, der Außenseite. Eine beidseitig beplankte Wand, etwa zur Aussteifung oder aus Brandschutzgründen, verdoppelt die Fläche. Eine Dachschalung verwendet die tatsächliche schräge Flächenfläche, eine Decken- oder Bodenschalung die Grundrissfläche der gerahmten Decke.
Dann wird die Fläche in Platten umgerechnet. Die Plattenanzahl ist die beplankte Fläche geteilt durch die Plattenfläche, aufgerundet auf ganze Platten. Die Standardplatte misst 4 mal 8 Fuß, also 32 Quadratfuß, eine leistungsgeprüfte Plattengröße, die vom Branchenverband für Holzwerkstoffe veröffentlicht wird. Metrische Märkte verwenden eine Platte von 1,2 mal 2,4 Meter, rund 2,88 Quadratmeter. Der Flächenabzug für Öffnungen wird vor dem Aufrunden angewendet.
Verbinder, Verbindungsmittel und Blockungen
Der Holzrahmenbau umfasst neben den Bauteilen selbst auch Metallverbinder und Verbindungsmittel: Balkenschuhe, Sturm- und Abhebesicherungen, Rahmenanker sowie Nägel oder Schrauben. Der Ansatz lautet ein Balkenschuh je Balken-an-Träger-Anschluss und Sicherungen je Sparren- oder Binderauflager, wobei die genauen Stückzahlen dem Verbinderverzeichnis des Projekts und dem IRC-Befestigungsverzeichnis entnommen werden. RICS NRM2 führt diese als Befestigungsmittel auf. Anforderung und Bauteilrollen sind in Norm und Vorschrift verankert; die genauen Stückzahlen stammen aus dem Verzeichnis.
Brandabschottungen nach Vorschrift sind ableitbar. IRC R302.11 verlangt Brandabschottungen in brennbaren Ständerwänden auf Decken- und Bodenebene sowie horizontal in Abständen von höchstens 10 Fuß (3.048 Millimeter), zusätzlich an Untersichten und Treppenwangen, sodass die horizontalen Teile etwa der Wandlänge geteilt durch 10 Fuß plus den Läufen je Ebene entsprechen. Die 10 Fuß sind ein maximaler Abstandswert, der als Divisor dient, keine Bauteillänge. Die Brandschottung im Wohnbau nach IRC R302.12 unterteilt verdeckte brennbare Decken- und Geschossdeckenkonstruktionen von höchstens 1.000 Quadratfuß. Die gesonderte Dachraumschottung von höchstens 3.000 Quadratfuß ist eine gewerbliche Bestimmung in IBC 718.4.2 für Nutzungsgruppe R, kein Wert für den Wohnbau.
Nicht vorschriftsbedingte Blockungen richten sich nach den Details: Unterkonstruktionen und Nagelleisten für Schränke, Haltegriffe und Einbauteile, Plattenkanten-Blockungen, wo Beplankungskanten zwischen den Ständern liegen, sowie Aussteifungsreihen in Feldmitte bei Deckenbalken, üblicherweise etwa eine Reihe je 8 Fuß Spannweite. Keine veröffentlichte Klausel legt eine Stückzahl fest, daher wird sie den Architekturdetails und dem Platten- oder Balkenlayout entnommen oder in einem allgemeinen Holzzuschlag mitgeführt.
Binder, Stürze und Schwellenverankerung
Vorgefertigte Dach- und Deckenbinder sind verzeichnete, bemessene Bauteile und werden daher als Stück je Binderzeichen aus den Binderkonstruktionsplänen gezählt (Standard-, Grat-, Träger-, Pult-, Scheren- und Giebelbinder), nicht über den Achsabstand abgeleitet, wie es bei vor Ort gezimmerten Sparren und Balken der Fall ist. Maßgeblich sind der IRC und die Binderbemessungsnorm TPI 1, und RICS NRM2 zählt Binder nach Stückzahl auf.
Das tragende Bauteil über einer Öffnung wird je nach Region unterschiedlich ermittelt. Nordamerikanische Leichtbauwände verwenden einen aufgedoppelten Sturzbalken aus Bauschnittholz oder einen technischen Sturzbalken, der innerhalb des Rahmenholzes gezählt wird, mit einer Länge gleich der Öffnungsbreite plus dem Auflager auf jedem Stützständer, mal der Lagenanzahl. In der britischen und europäischen Praxis wird stattdessen häufig ein vorgefertigter Stahl- oder Betonfertigteilsturz verwendet, in laufenden Metern der angegebenen Referenz gemessen und in einem gesonderten Abschnitt abgerechnet. Der australische und neuseeländische Holzrahmenbau nach AS 1684 verwendet einen Holzsturz, mit Stahl dort, wo das Leistungsverzeichnis ihn vorsieht. Modelliert man das eine fälschlich als das andere, landet das Sturzbauteil im falschen Leistungsverzeichnis und mit dem falschen Material.
Anker für die Fuß- oder Sohlschwelle lassen sich nach Vorschrift aus dem Lauf der unteren Schwelle ableiten. IRC R403.1.6 setzt Ankerschrauben in Abständen von höchstens 6 Fuß, mit einer Schraube innerhalb von 12 Zoll von jedem Schwellenende und mindestens zwei je Schwellenstück, sodass die Anzahl etwa dem Schwellenlauf geteilt durch 6 Fuß plus eins plus den Endschrauben entspricht. Zonen mit hoher Erdbeben- und Windbelastung verringern den Abstand und ergänzen Ankerplatten gemäß der örtlichen Bestimmung.
Leichtbaustahl, Brettfuß und die Trennung von gemessener und bestellter Menge
Kaltgeformter Stahl wird identisch zu Holz aufgemessen: Lauf mal Achsabstand ergibt die Ständer, und eine obere plus untere U-Profilschiene ergibt die Laufschiene, gemessen als zweifache Wandlänge und bestellt in Stocklängen von 10 Fuß (zwei Lagen, das metallische Gegenstück zu den Holzschwellen). Drei Dinge ändern sich. Bauteile werden über das AISI- oder SSMA-Kennzeichen identifiziert: 362S125-33 bedeutet ein 3,625 Zoll breiter Steg, S für Stud (Ständer), ein 1,25 Zoll breiter Flansch und 33 mil Grundblechstärke, wobei nichttragende Bauteile nach AISI S220 mit NS gekennzeichnet sind und tragende Bauteile AISI S240 folgen. Es gibt keinen Brettfuß; Stahl wird je Stück bestellt und nach Gewicht bepreist, dem Pfund je Fuß Profil. Die Stärke in mil (33, 43, 54, 68 oder 97) ersetzt die Holzsortierklasse und wird der Spezifikation entnommen, nicht aus dem Lauf abgeleitet.
Schnittholz wird in Nordamerika nach dem Brettfuß bestellt und bepreist. Ein Brettfuß entspricht 144 Kubikzoll, und Brettfuß ergeben sich aus Dicke mal Breite mal Länge geteilt durch 144, mit allen Maßen in Zoll. Bei Bauschnittholz wird der nominelle Querschnitt verwendet, sodass ein 2-mal-4-mal-8 auf 5,33 Brettfuß kommt, passend dazu, wie die Sägewerke Nadelholz erfassen; das tatsächliche gehobelte Maß von 1,5 mal 3,5 Zoll untertreibt die Menge. Der Brettfuß ist eine nordamerikanische Einheit; metrische Märkte bepreisen Holz nach laufendem Meter oder Kubikmeter am angegebenen Sägeschnittquerschnitt nach RICS NRM2, CIQS und AS 1684. Sortierklasse und Holzart sind eine Aufmaßbeschreibung: NRM2 verlangt die Angabe von Querschnitt und Beschaffenheit des Holzes, sodass SPF No. 2 gegenüber Douglas Fir-Larch oder britische Klassen C16 gegenüber C24 nicht in einer Position zusammengefasst werden können. Jeder Wandtyp wird als gesonderter Lauf aufgemessen, da sich Wandtypen in Dicke, Ständergröße und -abstand, Schwellenanzahl, Brandschutzklasse, Beplankung und Bezugslinie unterscheiden.
Die abschließende Disziplin besteht darin, die beiden Einheitensysteme auseinanderzuhalten. Die gemessene Menge, die für Angebote und die Leistungsbeschreibung verwendet wird, ist der Wandlauf auf der Bezugslinie und die Beplankungsfläche, in laufenden Fuß und Quadratfuß oder Quadratmetern, die Form nach NRM2 und CIQS. Die bestellte Menge, die für die Beschaffung verwendet wird, rechnet dies in Brettfuß, ganze Platten und Stück Ständer oder Profilschiene um und addiert dann den Verschnitt: üblicherweise 10 bis 15 Prozent bei Rahmenholz und etwa 10 Prozent bei Beplankung, angewendet auf die Bestellung und niemals auf die gemessene Grenze. Diese Verschnittspannen sind Branchenfaustregeln. Eine Bestellmenge als Angebot auszuweisen überzeichnet den Leistungsumfang, und eine gemessene Menge als Bestellung anzusetzen unterversorgt die Baustelle. Exayard liest die Pläne und wendet diese Regeln automatisch an, verfolgt jeden Wandlauf auf seiner Bezugslinie, zieht die Öffnungen ab, die den gewählten Schwellenwert überschreiten, und leitet die Ständer, Schwellen, Balken, Sparren, Beplankung und Verbinder für die genutzte Region ab.
Wie es je nach Region variiert
Aufmaßnormen unterscheiden sich je nach Markt. Diese Standardeinstellungen ändern sich, wenn Sie Ihre Region in Exayard festlegen.
| Was variiert | Region | Standard | Grundlage |
|---|---|---|---|
| Bezugslinie der Rahmenwand (Achslinie vs. Außenkante des Ständers) | Vereinigte Staaten | Außen Außenkante des Ständers, innen Achslinie (NA-Standard) | US-Rahmenbau-Layoutkonvention |
| Bezugslinie der Rahmenwand (Achslinie vs. Außenkante des Ständers) | Kanada | Außen Außenkante des Ständers, innen Achslinie (NA-Standard) | Kanadische Rahmenbaupraxis (NBC-Abstandsgeometrie, imperiales Schnittholz) |
| Bezugslinie der Rahmenwand (Achslinie vs. Außenkante des Ständers) | Vereinigtes Königreich | Achslinie für alle Wände | RICS NRM2 WS16 (Hölzer am angegebenen Querschnitt entlang ihrer Länge gemessen) |
| Ständeranzahl aus Wandlänge, Achsabstand und Zuschlägen abgeleitet | Vereinigte Staaten | 16 Zoll a. M. + 3-Ständer-Ecken, +2/T-Anschluss, +1/Ende, +4/Öffnung | IRC/IBC 16 Zoll a. M. (Geometrie); US-Rahmenbaupraxis (Zuschläge) |
| Ständeranzahl aus Wandlänge, Achsabstand und Zuschlägen abgeleitet | Kanada | 16 Zoll a. M. + 3-Ständer-Ecken, +2/T-Anschluss, +1/Ende, +4/Öffnung | NBC 16 Zoll a. M. (Geometrie); CIQS Method of Measurement für die Abrechnungseinheit; imperiales Schnittholz |
| Ständeranzahl aus Wandlänge, Achsabstand und Zuschlägen abgeleitet | Vereinigtes Königreich | Bauteil in laufenden Metern (keine Ableitung der Stückzahl) | RICS NRM2 WS16, Ständer in laufenden m am angegebenen Querschnitt gemessen |
| Sturz (GB/metrisch) vs. Holzsturzbalken (US) über Öffnungen | Vereinigte Staaten | Aufgedoppelter Holz-/LVL-Sturzbalken (NA-Rahmenholz) | IRC Holz-/LVL-Sturzbalken |
| Sturz (GB/metrisch) vs. Holzsturzbalken (US) über Öffnungen | Kanada | Aufgedoppelter Holz-/LVL-Sturzbalken (NA-Rahmenholz) | NBC Leichtbau-Holzsturzbalken |
| Sturz (GB/metrisch) vs. Holzsturzbalken (US) über Öffnungen | Vereinigtes Königreich | Stahl-/Betonfertigteilsturz (GB/metrisch, laufende m) | RICS NRM2, Stahl-/Fertigteilsturz in laufenden m |
| Sturz (GB/metrisch) vs. Holzsturzbalken (US) über Öffnungen | Europa | Stahl-/Betonfertigteilsturz (GB/metrisch, laufende m) | nationale SMM, Fertigteil-/Stahlsturz in laufenden m |
| Sturz (GB/metrisch) vs. Holzsturzbalken (US) über Öffnungen | Australien / Neuseeland | Aufgedoppelter Holz-/LVL-Sturzbalken (NA-Rahmenholz) | AS 1684 Holzsturz/-überbrückung; Stahl, wo vorgegeben |
| Standard-Achsabstand für Ständer/Balken | Vereinigte Staaten | 406 mm | IRC/IBC (16 Zoll a. M.) |
| Standard-Achsabstand für Ständer/Balken | Kanada | 406 mm | NBC (16 Zoll a. M.) |
| Standard-Achsabstand für Ständer/Balken | Vereinigtes Königreich | 400 mm | nationale Holzrahmenbaupraxis |
| Standard-Achsabstand für Ständer/Balken | Europa | 600 mm | metrisches Rahmenbaumodul |
| Standard-Achsabstand für Ständer/Balken | Australien / Neuseeland | 450 mm | AS 1684 Wohnbau-Holzrahmenbau (450/600 mm) |
| Ständerlänge aus Wandhöhe (vorgeschnittene Ständer vs. Schwellenstapel) | Vereinigtes Königreich | Maßgeschnitten aus Stockware (nicht standardisierte Höhen) | RICS NRM2 WS16, Ständer in laufenden m am angegebenen Querschnitt gemessen |
| Ständerlänge aus Wandhöhe (vorgeschnittene Ständer vs. Schwellenstapel) | Europa | Maßgeschnitten aus Stockware (nicht standardisierte Höhen) | metrische laufende m bis zur detaillierten Höhe |
| Ständerlänge aus Wandhöhe (vorgeschnittene Ständer vs. Schwellenstapel) | Australien / Neuseeland | Maßgeschnitten aus Stockware (nicht standardisierte Höhen) | AS 1684, Ständer bis zur detaillierten Wandhöhe |
Schlüsselbegriffe
- Bezugslinie der Rahmenwand (Achslinie vs. Außenkante des Ständers)
- Die Rahmenlänge wird NICHT bis zur Fertigoberfläche genommen, die die Ausbaugewerke verwenden.
- Abzug der halben Breite auf der Achslinie an T-/Querwandanschlüssen
- Wenn ein Achslauf mit der Breite multipliziert wird, um eine Menge zu erhalten, zählt die Achslinie an den Stellen, an denen Wände aufeinandertreffen, zu viel.
- Tür-/Fensteröffnungen nicht von der gerahmten Wand-LÄNGE abgezogen
- Schwellen/Profilschienen laufen an jeder Öffnung durchgehend vorbei, und die Wand ober-/unterhalb einer Öffnung besteht weiterhin, sodass eine Öffnung nach KEINER Methode vom laufenden Wandlauf abgezogen wird.
- Ständeranzahl aus Wandlänge, Achsabstand und Zuschlägen abgeleitet
- Ständeranzahl = Wand_lfd. Fuß ÷ Achsabstand
- Zusätzliche Laibungsrahmung je Öffnung (Voll-/Stützständer/Sturzbalken/Wechselständer)
- Jede Öffnung FÜGT Rahmung HINZU, statt Wand abzuziehen: typischerweise 2 Vollständer (volle Höhe auf jeder Seite) + 2 Stütz-/Trimmer-Ständer (zur Aufnahme des Sturzbalkens) + ein Sturzbalken + Wechselständer über dem Sturzbalken (und bei Fenstern eine Brüstungsschwelle + Wechselständer darunter für…
- Sturzbalken-Holzmenge je Öffnung (lfd. Fuß/Lage, keine Tragwerksbemessung)
- Die tragende Sturzbalken-GRÖSSE (Bauteilhöhe, Lagenanzahl, Holzart/Sortierklasse oder technischer LVL) wird durch Spannweitentabellen und den Tragwerksplaner festgelegt und liegt außerhalb des Geltungsbereichs eines einzelnen Aufmaßstandards.
- Sturz (GB/metrisch) vs. Holzsturzbalken (US) über Öffnungen
- Dasselbe Sturzbauteil über der Öffnung wird je nach Region unterschiedlich ermittelt.
- Schwellen-/Sohl-und-Kopfschwellen-Lagenmultiplikator
- Schwellenholz lfd. Fuß = Wand_lfd. Fuß × Anzahl der Schwellenlagen.
- Metallprofilschiene / Laufschiene aus dem Wandlauf abgeleitet (oben + unten)
- Eine stahlgerahmte Wand hat eine obere und eine untere U-Profilschiene.
- Standard-Achsabstand für Ständer/Balken
- Der Achsabstand ist der Divisor in jeder Ständer-/Balkenableitung.
- Ständerlänge aus Wandhöhe (vorgeschnittene Ständer vs. Schwellenstapel)
- Die Zählregeln geben an, WIE VIELE Ständer; die Holzbestellung benötigt zusätzlich die LÄNGE jedes Ständers.
- Decken-/Geschossbalkenanzahl aus Spannweite, Achsabstand und Verdopplung
- Balkenanzahl = (die Abmessung senkrecht zur Balkenspannweite) ÷ Achsabstand
Referenzierte Normen
- RICS NRM2
- Anerkannte Lehrbuchpraxis für Rahmenbau/Kalkulation, außen bis zur Außenkante des Ständers, innen bis zur Achslinie (NA-Layoutkonvention)
- Achslinienmethode der Baukalkulation, Netto-AL = Gesamt − (½ × Breite × Anzahl der Anschlüsse); eine Querwand = zwei Anschlüsse; kein Anschlussabzug an einer L-Ecke (übliche Lehre der Mengenermittlungskalkulation)
- IRC / IBC, Ständerabstandstabellen (16 / 24 Zoll a. M.)
- ICC IRC, Wandrahmung (Rollen von Voll-/Stütz-/Wechselständern an Öffnungen), R602 Wandrahmung
- ICC IRC, Wandrahmung
- ICC IRC, Bestimmungen zur oberen Schwelle / doppelten oberen Schwelle
- AISI S240, North American Standard for Cold-Formed Steel Structural Framing (Profilschienen-/Laufschienenbauteile)
- Technische Produktdaten von Herstellern für Leichtbaustahl (tragende Profilschiene in standardmäßigen Stocklängen von ca. 10 Fuß geliefert)
- AS 1684, Residential timber-framed construction (Bauteilabstand)
- ICC IRC, Wandrahmung (Schwellenstapel: Sohlschwelle + doppelte obere Schwelle), R602.3
- Vorgeschnittene Ständerlängen aus Bauschnittholz (92-5/8 / 104-5/8 / 116-5/8 Zoll), Stockwarenkonvention für Nadelschnittholz
- Neigungsfaktor-Geometrie der Dachrahmung (wahre Länge = Lauf × sqrt(1+(Steigung/Lauf)^2)), anerkanntes Lehrbuch für Rahmenbau/Kalkulation
- Brettfuß-Definition (1 BF = 144 Zoll³ = 12×12×1 Zoll); BF = D×B×L ÷ 144 (Zoll) oder ÷12 (Länge in Fuß), anerkanntes Kalkulationslehrbuch
Häufig gestellte Fragen
Welcher Linie folgt die Länge einer gerahmten Wand: außen Außenkante des Ständers, innen Achslinie oder durchgehend Kante der Rahmenkonstruktion?
Die Rahmenlänge wird NICHT bis zur Fertigoberfläche genommen, die die Ausbaugewerke verwenden. Die nordamerikanische Zeichnungskonvention ist asymmetrisch: Außen-/tragende Wände werden auf die AUSSENKANTE DES STÄNDERS bezogen (Fundament, Randbalken und Beplankung fluchten dort alle), während Innentrennwände auf der ACHSLINIE gemessen werden (der Achsabstand teilt sich sauber in die Achslänge, und die Anschlüsse gleichen sich von selbst aus). Bei größeren Gewerbebauten werden Trennwände bisweilen auf die Kante der Rahmenkonstruktion bemaßt. Die Wahl der falschen Bezugsl…
Zieht man an Wandanschlüssen, die auf der Achslinie gemessen werden, je T-/Querwandanschluss die halbe Wandbreite ab (und an L-Ecken nichts)?
Wenn ein Achslauf mit der Breite multipliziert wird, um eine Menge zu erhalten, zählt die Achslinie an den Stellen, an denen Wände aufeinandertreffen, zu viel. Eine L-Ecke GLEICHT SICH SELBST AUS (das auf dem einen Schenkel doppelt gezählte Stück entspricht dem auf dem anderen weggelassenen Stück) -> keine Anpassung. Ein T-Anschluss / eine Querwand zählt zu viel -> Abzug von ½ × Wandbreite JE Anschluss; eine einzelne Querwand bildet ZWEI Anschlüsse, sodass je Querwand eine volle Breite abgezogen wird. Netto-AL = Gesamt-AL − (½ × Breite × Anzahl der Anschlüsse).
Werden Tür- und Fensteröffnungen vom laufenden Wandlauf abgezogen oder nur von der Beplankungsfläche + als zusätzliche Laibungsrahmung behandelt?
Schwellen/Profilschienen laufen an jeder Öffnung durchgehend vorbei, und die Wand ober-/unterhalb einer Öffnung besteht weiterhin, sodass eine Öffnung nach KEINER Methode vom laufenden Wandlauf abgezogen wird. Sie wirkt sich nur auf (a) die Beplankungs-/Platten-FLÄCHE (bei großen Öffnungen abgezogen) und (b) die Rahmen-ANZAHL aus; eine Öffnung FÜGT Voll-/Stützständer, einen Sturzbalken und Wechselständer HINZU, das Gegenteil eines Abzugs. Dies ist die kanonische Längen-gegen-Flächen-Asymmetrie im Holzrahmenbau.
Wie werden Ständer aus einem Wandlauf abgeleitet: Feldständer nach Achsabstand plus welche Zuschläge für Ecken/T-Anschlüsse/Enden/Öffnungen?
Ständeranzahl = Wand_lfd. Fuß ÷ Achsabstand + 1 Feldständer, plus konventionsbedingten Zuschlägen: +3 je Ecke (3-Ständer-Ecke), +2 je T-/Trennwandanschluss, +1 je Wandende und +2 Voll- + 2 Stützständer je Öffnung (plus Wechselständer). Der Achsabstand wird aus der Zeichnung/Spezifikation abgelesen (16 Zoll a. M. ist der IRC/IBC-Standard; 24 Zoll a. M. ist vorschriftskonformes Advanced Framing); die Zuschläge sind Rahmenbaukonvention, keine Vorschrift. In Regelwerken mit Längenmaß (NRM2/CIQS) wird der Ständer als Bauteil in laufenden Metern am angegebenen Querschn…
Wie viel zusätzliche Rahmung wird je Tür-/Fensteröffnung hinzugefügt (Voll- + Stützständer, Sturzbalken, Wechselständer)?
Jede Öffnung FÜGT Rahmung HINZU, statt Wand abzuziehen: typischerweise 2 Vollständer (volle Höhe auf jeder Seite) + 2 Stütz-/Trimmer-Ständer (zur Aufnahme des Sturzbalkens) + ein Sturzbalken + Wechselständer über dem Sturzbalken (und bei Fenstern eine Brüstungsschwelle + Wechselständer darunter). Dies ist die Mengenseite der Regel „Öffnungen sind kein Längenabzug“. Die Bauteilrollen sind vorschriftsanerkannt; die genauen Bauteilanzahlen sind Rahmenbaukonvention; die Sturzbalkengröße ist bemessen/spezifiziert.
Wie wird das Sturzbalken-HOLZ je Öffnung ermittelt (lfd. Fuß und Lagenanzahl), unabhängig von der bemessenen Sturzbalken-GRÖSSE?
Die tragende Sturzbalken-GRÖSSE (Bauteilhöhe, Lagenanzahl, Holzart/Sortierklasse oder technischer LVL) wird durch Spannweitentabellen und den Tragwerksplaner festgelegt und liegt außerhalb des Geltungsbereichs eines einzelnen Aufmaßstandards. Die HOLZMENGE ist jedoch ableitbar: Sturzbalken lfd. Fuß je Öffnung ≈ Öffnungsbreite + dem Auflager auf jedem Stützständer (der Sturzbalken läuft von Stützständer zu Stützständer), multipliziert mit der Lagenanzahl. Der Standard liest Lage/Größe aus dem Verzeichnis, sofern angegeben, andernfalls geht er von einem 2-lagigen aufgedoppelten Sturzbalken über der Öffnungsbreite plus Auflager aus.
Verwandte Leitfäden
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